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Die
Besichtigung der Abtei Saint-Papoul beginnt mit ihrem wunderbaren, am
Anfang des 14.Jh. gebauten Kreuzgang. Er besteht aus
Arkaden,
die auf Doppelsäulen ruhen. Auf den Kapitellen der Säulen können Sie
reiche Skulpturen mit Pflanzen- oder Tiermotiven sehen. An den
Pfeilern
gibt es einige wenige Kapitelle, die kleine Szenen
zeigen. Durch
diese Gänge öffnete sich der Kreuzgang im Westen zu den heute
verschwundenen Weinkellern, im Süden zum Speisesaal, im Osten zum
Kapitelsaal und im Norden zur Kirche.
In der Abteikirche
wurde der aus zwei Jochen mit Runddoppelbögen und Halbkuppel
bestehende
Chor 2003 völlig renoviert. Er ist mit romanischen Kapitellen und
einem
flachen Wandnischengrab aus dem 14.Jh. verziert. Sein Dach ist
architektonisch einmalig. Es besteht aus behauenen Steinplatten. Das
große Kirchenschiff öffnet sich auf der Nordseite zu vier Kapellen aus
dem 14.Jh. Auf der Außenseite des halbrunden Chorhauptes können Sie
die
größte Ansammlung von Kapitellen und romanischen Konsolen bewundern,
die dem bedeutenden Bildhauer vom Ende des 12.Jh., dem Meister
von Cabestany,
zugeschrieben werden. Zwei von ihnen stellen Szenen dar: eins zeigt
„Daniel in der Löwengrube" und das andere „die Bestrafung der
Babylonier". Es gibt eine ständige Ausstellung mit Abgüssen der Werke
des Meisters von Cabestany im ehemaligen
Speisesaal.
Im Kapitelsaal
steht das Wappen von Bernard de la Tour, dem ersten Bischof von
Saint-Papoul, auf den Schlusssteinen des Gewölbes. Heute dient der
Saal
als Sakristei und ist nicht zur Besichtigung
freigegeben.
Das im 14.Jh. befestigte Dorf hat seine
Fachwerkhäuser mit Mauervorsprüngen sowie das Bischofsgefängnis
(„Wachtturm") erhalten. Der ehemalige
Bischofspalast und die „du vernis" („vom Lack")
genannte Windmühle sind ebenfalls
sehenswert. |