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Zeugnis der Frühromanik Südfrankreichs und der
Erneuerungen im 17., 20. und 21. Jahrhundert
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In der Abtei Caunes-Minervois
kann man alle Architekturepochen
erkennen.
Darin besteht ein großer Teil ihrer
Originalität. Sie ist
für ihr Chorhaupt, bekannt, ein
Meisterwerk südfranzösischer
Frühromanik, sowie für den Marmor, der die
Abteikirche schmückt. Das
sehr schöne, gemeißelte
Portalvom Anfang des 13.Jh. hat Figurenkapitelle. Das
Kirchenschiff mit sieben Jochen hat Seitenkapellen, die vorwiegend mit
dem
Marmor aus Caunes verziert sind. Es wurde im 14.Jh neu gebaut und 1770
mit
einem Backsteingewölbe versehen. Im Süden wird es durch große gotische
Fenster
erhellt. Der Chorraum ist mit Fenstern sowie mit hölzernem Chorgestühl
aus dem
18.Jh. geschmückt. Der Marmoraltar ist den Märtyrern von Caunes
geweiht.
Der heutige Kreuzgang wurde von der
Ordensgemeinschaft Saint-Maur auf den
Grundmauern eines mittelalterlichen Kreuzgangs aufgebaut. Die
Klostergänge
zeichnen sich durch große Schlichtheit aus. Z.Zt. sind umfangreiche
Renovierungsarbeiten in Gange, die es ermöglichen, die beiden Bauphasen
des
Kreuzgangs (Mittelalter und Moderne) wieder zu geben.
Im Süden des Kreuzganges wurde ab 1696
das Hauptgebäude des
Klosters gebaut. Im Erdgeschoss befanden sich Küche und
Speisesaal,
während die Mönchszellen auf die oberen Etagen verteilt waren. Heute
beherbergt
das Gebäude drei ständige Ausstellungen und einen Raum für zeitweilige
Ausstellungen. Caunes-Minervois ist auch die einzige Abtei
des Katharerlandes
mit einer Krypta, die die Reliquien der
ersten karolingischen Kirche
erhielt und die für die Öffentlichkeit zugänglich
ist. Das früher durch eine Festungsmauer mit inzwischen
verschwundenen
Toren verteidigte
Dorf zeigt an den Fassaden viele
Element aus dem
Mittelalter bis zum 18.Jh., wie z.B. bei dem bemerkenswerten
Patrizierhaus von Alibert. Zu der auf den
Anhöhen von Caunes gelegenen, Kapelle Notre Dame du
Cros findet jedes Jahr am 8.September eine Prozession
statt. Der alte Marmorsteinbruch des
Königs machte das Dorf in Versailles berühmt. Drei
Steinbrüche für roten Marmor werden heute noch
betrieben. |
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