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Zeugnis der Frühromanik Südfrankreichs und der
Erneuerungen im 17., 20. und 21. Jahrhundert
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Caunes-Minervois liegt am Rand der Montagne Noire
mitten in den Weinbergen, etwa 20
km nord-östlich von Carcassonne. Seit dem 17.Jh. ist der
Ort für die Qualität seines Marmors bekannt, der insbesondere den Trianon in Versailles
und die Oper in Paris schmückt. Die Gründung der Benediktiner-
Abtei Saint-Pierre et Paul in Caunes-Minervois ist
das Werk von Anian, Freund des hl. Benedikt von Aniane, am Ende des 8.Jh. Das
ursprünglich direkt unter dem Schutz des Königs stehende Kloster ging in die
Hände der Grafen von Barcelona über, bevor es den Trencavels zufiel, die 1195
auf ihre Rechte verzichteten. Während des Kreuzzuges gegen die
Albigenser, empfing der Abt von Caunes mehrfach Vertreter des
Papstes, die kamen, um die katholische Rechtgläubigkeit zu predigen. 1227 wurde
Pierre Isarn, Katharerbischof des Carcassès, in Caunes verbrannt. Das 13. und 14.Jh. wurden durch die
Machtkonflikte zwischen weltlichen und kirchlichen Autoritäten
gezeichnet, aber auch durch einen gewissen Wohlstand des Klosters, dessen
Mitgliederzahl von etwa 15 auf 30 deutlich anstieg. Die Einrichtung der weltlichen Verwaltung des
Klosters in Caunes 1467 ist die Fermate eines langen Abschieds von den
klösterlichen Werten. Erst Anfang des 17.Jh. leitete Abt Jean d’Alibert. eine Reihe von Reformen ein. Er ließ insbesondere
die Gebäude restaurieren und den Abts-Palast wieder aufbauen. Danach, 1663,
nahm
die Ordensgemeinschaft
Saint-Maur alles in Besitz
und baute die Klostergebäude neu. en pris possession en 1663. Die Abtei wurde 1791 veräußert, abgesehen von der
Kirche, die in den Besitz der Gemeinde und 1916 unter Denkmalschutz gestellt
wurde. Die Klostergebäude sind seit 1948 geschützt. |
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