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Eine mächtige Abtei inmitten eines der schönsten
Dörfer Frankreichs
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Lagrasse liegt im
Orbieu-Tal, im Corbières-Massiv zwischen Carcassonne und
Narbonne. Der Fluss Orbieu trennt die auf dem linken Ufer gelegene Abtei vom
Dorf, das sich auf dem rechten Ufer erstreckt und zu einem der schönsten
Dörfer Frankreichs ernannt wurde. Die « Gründungsurkunde » der
Benediktiner-Abtei Sainte Marie d’Orbieu geht auf das Ende des 8.Jh.
zurück. Es bestand jedoch wohl schon eine Einrichtung vor der Zeit der Karolinger.
Die Legende von Philomena, ein Manuskript aus dem 13.Jh., erzählt die
sagenhafte Gründung der Abtei. Das Kloster Lagrasse erlebte einen raschen
Aufstieg. Sein Besitz erstreckte sich im 9. und 10.Jh. bis nach Spanien. Die
politische Macht der Abtei zeigte sich hauptsächlich während des Kreuzzuges gegen die
Albigenser : Benedikt von Alignan, Abt von Lagrasse von 1224 bis
1230, spielte häufig den Vermittler zwischen
den Besetzern und den Besetzten. Er erreichte, dass Carcassonne sich dem
König unterwarf (1226). Unter den wichtigen Äbten von Lagrasse muss man den
Reformer Auger de Gogenx, Abt von 1279 bis 1309, erwähnen, dem wir die
meisten mittelalterlichen Bauten der Abtei verdanken. Nach den Unruhen des 14.Jh. erlebte das Kloster im
15.Jh. eine neue Blüte der künstlerischen Aktivitäten während der Amtszeit des
Abtes
Pierre d’Abzac de la Douze. Die Einrichtung der
weltlichen Verwaltung 1502 und der Anschluss an die
Ordensgemeinschaft
Saint-Maur 1662 bewirkten einen neuen intellektuellen
Aufschwung. Ein weiterer Abt und Baumeister, Armand Bazin de Bezons, gab im 18.Jh den Anstoß zum Bau des neuen
Abts-Palastes und seinem Kreuzgang. Während der Französischen Revolution wurde
die Abtei in zwei Teilen verkauft. Diese Teilung ist bis heute erhalten. |
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