Etwa 50
km südöstlich von Carcassonne liegt das Dorf Arques tief
in einem vom Bach Réalsès bewässerten Tal und ist von viel Wald umgeben. Die Burg erhebt sich einige 100 m westlich des Ortes auf
einer kleinen, isolierten Anhöhe. Der Ort wurde erstmals 1011 erwähnt. Die Familie
von Arques wurde im 12.Jh. ihrer Lehnsherrschaft
zugunsten des mächtigen
Hauses von Termes enteignet. Während des Kreuzzuges gegen die Albigenser tauchte
ein Nachfahre der ausgeraubten Familie, Béranger von Arques, unter den Vertrauten Guillaumes von Peyrepertuse
auf.
1217 soll Simon von Montfort, der Anführer der Kreuzritter, die Burg und das
Dorf eingenommen und in Brand gesetzt haben. Er hat das Gebiet Arques dann wohl
1231 seinem Leutnant
Pierre de Voisins geschenkt. 1265 machte sich der neue Lehnsherr von Arques auf
seinen Gütern bemerkbar, indem er eine der Hexerei angeklagte 60jährige Frau
dazu verurteilte, im Dorf lebendig verbrannt zu werden. Ende des 13.Jh. baute sein Sohn Gilles de Voisins
das als « bastide » bezeichnete Dorf wieder auf und begann mit dem Bau der heutigen Burg. Dessen Sohn Gilles II. beendete den Bau gegen 1316. Im 16.Jh. ging Arques an die Familie de Joyeuseüber. Die Burg wurde als Wohnort durch die von
Couiza abgelöst. Die Protestanten belagerten dann die Burg 1575 und
scheiterten am Bergfried. Die Burg wurde in der Französischen Revolution als
staatliches Gut verkauft und erlitt einige Schäden. 1887 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. |