Abtei Alet-les-Bains
Geschichte
Der strategische Einsatz einer Abtei/ Kathedrale
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Die Abtei / Kathedrale Notre Dame befindet sich mitten in der mittelalterlichen Stadt Alet, an der Zugangsstraße zum Oberen Aude-Tal.
Die Ursprünge dieser Benediktinerabtei sind unbekannt: man spricht ihre Gründung i.J. 813 dem Grafen vom Razès Béra und seiner Frau Romille zu. Aber das Dokument, das diese Informationen enthält, wird angezweifelt.
Da sie aufgrund ihrer strategischen Lage sehr wichtig war, scheint ihre Geschichte nur aus einer Folge von Streitereien und Konflikten zu bestehen: Im 11.Jh. wurde Alet vom Grafen von Carcassonne verwüstet. 1119 wurden dann ihre Rechte über die Abtei Saint-Polycarpe anerkannt, zum Nachteil der Abtei in Lagrasse.
Im 12.Jh. erlebte sie ihre Blüte. Die Abtei war sehr einflussreich und zog dank ihrer Reliquien des Hl.Kreuzes zahlreiche Pilger an.
Ab dem 13.Jh. setzte mit der Wahl eines neuen Abtes 1197 erneut eine schwierige Zeit ein: Bertrand de Saissac, der Vormund des jungen Grafen von Béziers Raimond-Roger, stürmte nach der Beerdigung des ehemaligen Abtes in das Kloster, grub ihn ohne zu zögern wieder aus und setzte ihn auf den Abtssessel, um die Wahl seines Freundes Abt Boson durchzusetzen.
Die Auswirkungen des Kreuzzuges gegen die Albigenser und die damit einhergehenden Konflikte mit dem Erzbischof von Narbonne führten zur Beschlagnahme ihrer Güter und schwächten die Abtei sehr.
Sie erlebte ab 1318 wieder ein unverhofftes Aufblühen. Sie wurde als Sitz eines neuen Bistums gewählt, um gegen das Katharertum zu kämpfen. Die Bischöfe vergrößerten die alte romanische Abteikirche und wandelten sie in eine große gotische Kathedrale um.
Sie war Teil der Befestigung der Stadt und wurde während der Religionskriege zerstört. Sie wurde nie wirklich wieder aufgebaut. Die Bischöfe benutzten den ehemaligen Esssaal als Kultstätte. Ihre Geschichte wurde noch von Nicolas Pavillon geprägt, dessen Handlungen die katholische Reform des 17.Jh. veranschaulichten.
Obwohl der Verfall der Gebäude schnell voranschritt, wurden sie doch eine wichtige Quelle für die Wissenschaftler, noch bevor sie 1889 unter Denkmalschutz gestellt wurde. |
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