Abtei Alet-les-Bains
Besichtigung
Der strategische Einsatz einer Abtei/ Kathedrale
 |
Heute sind die Klostergebäude z.T. verschwunden. Es bleibt nur noch die Kirche, der Kapitelsaal, der sich zu den Resten eines Flügels des ehemaligen Kreuzganges öffnet, und das Tor des Nordeingangs des Klosters. Die Abtei wird z.Zt. restauriert. Die Besichtigung erfolgt in zwei Teilen, um einige Bereiche, die abgesichert werden müssen, zu schützen.
1.Teil:
Das Tor des Nordeingangs ist ein Turm mit Portalvorbau. Die behauenen Kapitelle zeigen Personen, Tiere und Reiter. Das Ganze ist recht grob gearbeitet, hier ist der Zugang zum Kapitelsaal. Der Kapitelsaal ist in zwei gewölbte Joche aufgeteilt. Seine romanische Fassade hat ein zentrales Tor, das von zwei breiten Öffnungen mit Skulpturen von außerordentlicher Qualität eingerahmt wird.
In der Kirche hingegen ist die Dekoration von der Antike inspiriert. Der romanische Einfluss zeigt sich im pflanzlichen, dekorativen oder szenischen Repertoir und auch in der Fantasie und der mit großer Strenge als schiefe Fläche oder halberhabene Arbeit vorgenommenen Bearbeitung.
2.Teil:
Die nach Osten ausgerichtete Kirche besteht aus dem Hauptschiff, zwei Nebenschiffen, dem Querschiff, von dem nur der Nordarm erhalten ist, einer romanischen und einer gotische Apsis, welche die romanische umschließt.
Die architektonischen Elemente des Kirchenschiffs sind stark verziert (z.B. mit zwei korinthischen Kapitellen an hervorgehobenen Stellen). Die Südfassade ist sorgfältiger bearbeitet und stärker verziert.
Die romanische Apsis, ein Polygon mit fünf Seiten, ist der stattlichste Bestandteil der Abtei. Die von der Antike inspirierte Dekoration mit eiförmigen Verzierungen, Perlen und Akanthus ist sehr bemerkenswert. Der Dekor der Bögen in den Nischen bestand aus Stuck, ein Fragment davon ist erhalten.
Der gotische Chor wurde zum großen Teil beim Bau der Straße zerstört. Eine seiner Kapellen blieb jedoch erhalten.
Alet-les-Bains ist von einer Mauer aus dem 12.Jh. eingeschlossen und hat sein mittelalterliches Gepräge erhalten: Fachwerkhäuser, Auskragungen, die auf am Ende behauenen Balken ruhen, malerische Gassen, die zu den Stadttoren führen, das Calvière-Tor und das Cadène-Tor. |
 |