Die Burg Puilaurens

ELEGANTE EMMINENZ

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Einsam steht die Burg auf dem Mont Ardu, auf 697 Metern, und wacht über das Dorf Lapradelle-Puilaurens und den umgebenden Wald von Fanges. Ihre fast intakten Zinnen überragen die steilen Berge. Sie gehört zu den am besten erhaltenen königlichen Hochburgen und ist außerdem Schauplatz einer hartnäckigen Legende...

GESCHICHTE[N]

Im 10. Jahrhundert erhielt die Abtei Saint-Michel-de-Cuxa das Tal Vallée de la Boulzane geschenkt. Sie gründete dort die Kirche Saint-Laurent, die an einen Festungsbau angeschlossen war. Bis zum Zeitpunkt des Albigenserkreuzzuges hielt sie die Kontrolle über das Castrum von „Puèg Laurenç“ (französisch Puilaurens). Zu jener Zeit wohnten in der Burg Chevaliers Faydits, okzitanische Ritter, die sich vom Papst losgesagt hatten. Das Dorf, dass sich damals am Berghang ganz in der Nähe der Burg befand, spielte dabei auch eine Rolle... Es diente zusammen mit Quéribus als letzter Rückzugsort. Saint Louis nahm Puilaurens 1255 gleichzeitig mit Quéribus in Besitz. Turm aus Buckelquadern, Hindernisse... Abgesehen von den mächtigen Mauern gab es auch aktive Abwehrvorrichtungen, um Aragon die Stirn zu bieten. Diese so wehrhafte Burg blieb eine Rückzugsbasis, ein einfacher Stützpunkt, weit weg von den Schlachten, die ab der Mitte des 14. Jahrhunderts tobten. Puilaurens wurde 1637 ein einziges Mal eingenommen. Als sie wieder in französische Hände gelangte, wurde die Festung weiter ausgebaut und bis zur französischen Revolution als Standquartier unterhalten.

Die Hindernisse

Ein System aus Hindernissen schützt seit dem 16. Jahrhundert den Weg zum Schloss. Es ist unmöglich, schnell zu gehen oder den Kanonenrohren zu entkommen, die jede Stufe bewachen. Über unseren Köpfen wird der Turm der weißen Dame immer imposanter...

Die Zinnen

Der große Burghof ist umgeben von 10 Meter hohen und 1,20 Meter breiten Wehrgängen. Deren Zinnen faszinieren die Besucher. Sie verleihen Puilaurens diese deutlich abgehobene Silhouette. Von der Festungsmauer aus hat man rundum eine großartige Aussicht: Im Süden der Canigou, im Norden die Ausläufer des Berglandes Corbières…

Die unterirdischen Gänge

Sie beginnen unweit des Nordturms an der zweiten Ringmauer. Sie sind vom Wasser ausgehöhlt worden, das den durchlässigen Kalkboden durchdringt. Die natürlichen Stollen, die ins Freie münden, wurden mit Mauern verschlossen, um sie als Magazin oder Lager zu nutzen.

Die Tour de la Dame Blanche

Der runde Turm aus Buckelquadern überragt die Sperren um mehrere Dutzend Meter. Man sieht dort eine Fensternische mit Bank, von der aus man den Weg überwachen konnte. Der Turm birgt auch einen schönen Gewölbesaal mit Spitzbögen, die „Salle Saint Louis“.

Ein seltsames „Sprachrohr“

Die Tour de la Dame Blanche besteht aus zwei Etagen: eine Besonderheit ist der in die Wand gebohrte Schacht, der die Stimme überträgt und eine Verständigung über beide Etagen ermöglichte. Es handelt sich um eine seltene Vorrichtung.

ENTDECKUNG[EN]

Ein Spaziergang

Das Dorf Lapradelle-Puilaurens
Der Wald von Fanges
 Der Mont Ardu

Umgebung

 Die Schlucht von La Pierre Lys
 Die Boulzane

Gemäß der Legende erscheint die „Weiße Dame“ manchmal in trüben Nächten beim Turm, der ihren Namen trägt. Die alten Mauern erinnern wohl an die Großnichte von Philippe dem Schönen, Blanche de Bourbon, die unglückliche Gattin des Königs Peter „der Grausame“. Sie soll in unseren Bergen Zuflucht gefunden haben...

Die Legende der Dame Blanche

Puilaurens, Quéribus, Peyrepertuse, Aguilar, Termes, Montségur et Lastours forment autour de la Cité de Carcassonne une ligne de défense fortifiée aux XIIIème et XIVème siècles par les rois de France pour faire face au royaume d’Aragon et contrôler le territoire occitan nouvellement conquis. L’unité de temps et de lieu de cette vaste entreprise de fortification en fait un témoignage unique d’un style architectural militaire conçu en Ile-de-France, et de son adaptation aux contraintes du terrain montagneux au sud du Languedoc. Cet ensemble fait l’objet d’une candidature UNESCO, que nous vous invitons à soutenir.

Carcassonne et les sentinelles de montagne en lice pour l’UNESCO